» » Kaninchenhaltung und -fütterung im Winter

Kaninchenhaltung und -fütterung im Winter

eingetragen in: Kaninchen, Meerschweinchen | 1

Zwergkaninchen im Stroh

Kaninchen im Winter – Futter, Haltung & Tipps

Wenn wir Tierhalter uns schon bibbernd mit heißem Tee unter der Sofadecke verkriechen wollen, ist es unseren vierbeinigen Freunden noch lange nicht zu kalt. Selbst die kleinsten Hauskaninchen hoppeln vergnügt durch den Schnee, wenn es uns ganz ohne warme Winterstiefel, Schal oder Mütze längst zu frostig wird. Mit einer guten Vorbereitung kommen unsere Häschen gesund und fit durch die kalte Jahreszeit.

Hauskaninchen sind Winterprofis

Unsere pelzigen Zeitgenossen bekommen im Herbst Winterfell und gewöhnen sich schnell an kühle Temperaturen. Robuste Gartenkaninchen während der Kaltperiode reinzuholen, ist also nicht nötig, selbst bei Temperaturen unter null. Voraussetzungen sind, dass die Tiere das Leben an der frischen Luft gewohnt sind, die letzten Jahreszeitenwechsel mitbekommen haben und rechtzeitig ein dickes Fell bilden konnten.

Wer es seinen Kaninchen nicht ermöglichen kann, draußen zu sein oder kranke, empfindliche Tiere hält, kann auch in den eigenen vier Wänden für eine artgerechte Haltung sorgen. So ist es beispielsweise möglich, einen Stall mit Auslauf in der Wohnung oder Garage aufzubauen. Dabei sollte der Platz nicht zu hell oder dunkel sein und nicht direkt neben einer Heizung liegen. Auch Elektrokabel und giftige Zimmerpflanzen sind immer außerhalb der Reichweite der Fellnasen zu halten.

Gehege und Unterschlupf winterfest machen

Damit der Wind nicht durch alle Ritzen pfeift, den Auslauf im Herbst von zwei Seiten abdichten, zum Beispiel mit Holzbrettern oder Planen. So finden die Tiere immer eine geschützte Ecke. Ein Häuschen mit Dach als Rückzugsmöglichkeit, um sich vor Zug, Regen oder allzu neugierigen Wildtieren zu schützen, gehört zur Grundausstattung im Kaninchengehege. Dieses mit alten Wolldecken oder engmaschigen Pullovern auslegen – diese atmungsaktive Unterlage isoliert, ohne den Luftaustausch zu behindern. Darüber kommt eine dicke Schicht Einstreu, um dem Tier einen gut gepolsterten, warmen Unterschlupf zu bieten, falls es doch einmal zu kühl wird.

Keine Chance für Frost: Wasserversorgung

Auch bei kühlem Wetter brauchen die Tiere Wasser – und kein Kaninchen mag Wassereis, daher darf die Tränke auf keinen Fall einfrieren. Am besten an einem wind- und wettergeschützten Platz aufhängen. Heu oder Stroh, mit einem Band um den Tränkebehälter gebunden, können verhindern, dass er einfriert. Im Fachhandel gibt es isolierte Wasserbehälter, die länger frostfrei bleiben als selbst gebaute Varianten. Besonders sicher sind beheizbare Modelle. Auch die experimentierfreudigsten Tierfreunde müssen gekaufte oder selbst konstruierte Wintertränken regelmäßig auf Eisbildung prüfen.

Kalorienreicher Winterschmaus: Futter

In der kalten Jahreszeit dürfen unsere pelzigen Freunde gerne etwas gehaltvoller essen. Nährstoffreiche Kost sorgt für isolierenden Winterspeck und genügend Brennstoff an frostigen Tagen. Leicht verdauliche Kohlenhydrate erhalten die Haustiere durch Wurzelgemüse wie Pastinaken oder Rüben, Grünzeug und Salatreste enthalten Pflanzenproteine. Gemüse und Grünfutter mehrmals täglich in kleinen Portionen geben, damit es nicht einfriert. Gefrorene Reste müssen Sie immer wieder entfernen, da sie nicht gut für die empfindliche Verdauung von Kaninchen sind. Sobald die Temperaturen wieder über dem Nullpunkt liegen, können die Nager auch wieder wasserreiches Futter wie Gurke oder Paprika bekommen. Es empfiehlt sich jedoch, dieses nach langen Frostperioden langsam anzufüttern. Als „Trockenfutter“ bieten sich im Winter Mischungen mit Gemüse und Kräutern an.

Übrigens: Alle Häschen, die drinnen bleiben müssen, freuen sich über Wurzelgemüse, Salat und Kräuter, denn sie können im Gegensatz zu ihren robusteren Kollegen draußen nicht an frischem Grünzeug knabbern.

Wenn etwas nicht stimmt

Zeichen, dass ein Kaninchen die Kälte nicht verträgt:

  • Das Tier ist inaktiv und lethargisch.
  • Es verliert an Gewicht.
  • Es sitzt mit aufgestelltem Fell nur herum.
  • Das Kaninchen kommt nicht wie üblicherweise zur Fütterung hervor.

In diesen Fällen ist das Tier unbedingt einem Tierarzt vorzustellen.

Keine Angst vor kaltem Wetter: Gesunde Kaninchen vertragen auch die Wintertage super. Wer Tiere mit dünnem Fell, kleine Mimosen oder kranke Tiere hält, fragt am besten vorher den Tierarzt.

 

Sinnvolles Ergänzungsfutter für Kaninchen finden Sie hier: https://www.fellicita.de/kleintier/kleintierfutter/

 

Dieser Artikel darf gerne verlinkt oder geteilt werden. Vervielfältigungen oder Veröffentlichungen/Nachveröffentlichungen in jeglicher Form (elektronisch oder gedruckt) dürfen allerdings nur mit unserer ausdrücklichen schriftlichen Erlaubnis erfolgen.

  1. Michelle
    |

    Vielen Dank für den informativen Artikel, wir machen es immer so, dass unsere Kaninchen von April bis September draußen sind und im Herbst und Winter in der warmen Stube bei uns, da kann man dann wirklich nichts falsch machen. *lach LG Michelle