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Vorsicht giftig! Diese Zimmerpflanzen gehören in keinen Tierhaushalt

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Eine Wohnung ohne Pflanzen? Undenkbar für die meisten Menschen. Schließlich wird Zimmerpflanzen eine positive Wirkung auf unsere Stimmung, das Raumklima und sogar auf die Produktivität bei der Arbeit nachgesagt. Genügend Gründe, auch zu Hause nicht auf die grünen und bunten Gewächse zu verzichten. Problematisch kann das jedoch werden, wenn im Haushalt Tiere leben. Dann nämlich entpuppt sich manch hübsches Blümchen als echte Gesundheitsgefahr. Um Vergiftungen zu verhindern, hilft daher das Meiden der folgenden Pflanzen. Grundsätzlich empfiehlt es sich alle Pflanzen außer Reichweite von Haustieren zu platzieren.

Diese Pflanzen sind giftig für Hund und Katze

Grundsätzlich wird bei giftigen Pflanzen unterschieden, welche Bestandteile der Gewächse schädliche Substanzen enthalten. So sind bei manchen Pflanzen vor allem Knollen und Zwiebeln schädlich, während bei wiederum anderen der Milchsaft dem Haustier schaden kann. Darüber hinaus gibt es auch Gewächse mit giftigen Blättern oder Beeren und solche, bei denen sogar der Stamm gesundheitsschädliche Substanzen enthält.

Pflanzen, deren Gift in den Knollen und Zwiebeln enthalten ist, sind:

  • Alpenveilchen
  • Clivie
  • Amaryllis
  • und Prachtlilie

Giftigen Milchsaft enthalten:

  • Christusdorn
  • und Weihnachtsstern

Blätter, Stängel, Stamm – Mindestens einer der Teile sind bei den folgenden Gewächsen gefährlich:

  • Efeu
  • Einblatt
  • Gummibaum
  • Herzblatt
  • Kaladie
  • Philodendron
  • Purpurtute
  • Kolbenfaden
  • Dieffenbachie
  • Tulpe
  • und die meisten Lilienarten (ganz besonders giftig für Katzen)

Auswirkungen einer Vergiftung

Zunächst sei gesagt, dass die Liste giftiger Zimmerpflanzen bei weitem keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Es gibt durchaus viele weitere Giftpflanzen, die auf den ersten Blick harmlos wirken und in jedem Gartenmarkt erhältlich sind. Tierhalter sollten daher grundsätzlich recherchieren, ob die neue Pflanze ein Risiko für ihr Tier darstellt und im Zweifel besser auf ein anderes Gewächs setzen.

Nicht jede der aufgeführten Pflanzen ist gleich giftig. Es gibt durchaus Vertreter, die lediglich Unwohlsein verursachen, während wiederum andere sogar tödliche Wirkung haben können. Anzeichen einer Vergiftung sind daher recht vielgestaltig. Von Erbrechen und Durchfall über heftiges Atmen und starkes Speicheln bis hin zu Aufgeregtheit oder Apathie ist das Spektrum möglicher Symptome sehr breit gefächert. Fellnasenbesitzer, die eine Veränderung im Verhalten und Befinden ihres Tieres bemerken und sich diese nicht erklären können, sollten daher zügig den Tierarzt konsultieren. Experimente mit Hausmitteln oder einfaches Abwarten können sonst zu einer starken Verschlechterung des Zustandes führen. Wird eine Pflanze als Verursacher der Vergiftung vermutet, sollte ein Stängel zur Begutachtung mit in die Praxis gebracht werden.

Weitere Tipps für Tierhalter

Befindet sich auf der Liste mindestens eine Pflanze, die potenziell giftig für Samtpfote und Fellnase ist, sind Tierhalter nicht selten überrascht. Die geliebte Dieffenbachie, ein Erbstück von der Großmutter, die schönen Tulpen zu Ostern und der Weihnachtsstern in der Adventszeit werden oft unterschätzt. Was aber, wenn eine solche Pflanze im Haushalt steht und der Besitzer sich einfach nicht von ihr trennen kann?

Bei Hunden ist es etwas einfacher, eine Pflanze verantwortungsbewusst aufzubewahren. Oft genügt es, den Topf weit oben auf ein sicheres Regal zu stellen. Einzig sollte hier zur Vorsicht gemahnt werden, wenn die betreffende Pflanze Blätter oder Beeren verlieren könnte. Fallen diese vom Regal auf den Boden, sind sie wieder erreichbar für den neugierigen Vierbeiner.

Katzenbesitzer hingegen wissen, dass nicht einmal die hinterste Ecke des Regals vor den wendigen Stubentigern sicher ist. Stehen die Tulpen ganz oben im Schrank, so ist ihre potenzielle Gefahr für Katzen daher nicht gebannt. In diesem Fall sollte die betreffende Pflanze an einen Ort gebracht werden, der für die Katze tatsächlich unerreichbar ist. Und wenn dies bedeutet, die großmütterliche Dieffenbachie einer guten (tierlosen) Freundin zu schenken, so ist dies zwar schmerzhaft, sichert letztlich jedoch das Leben des geliebten Haustieres.

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