Herbstgrasmilben (Trombicula autumnalis)  – die orange Plage
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Herbstgrasmilben (Trombicula autumnalis) – die orange Plage

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typisch orange-rote Herbstgrasmilben – hier in der Ohrfalte einer Katze

Sie ist ein stecknadelkopfgroßer Parasit, der besonders durch seine orange-rote Farbe auffällt: die Larve der Herbstgrasmilbe. Sie kommt vor allem im Sommer und Herbst vor und lauert im Gras auf seinen Wirt. Die Larven setzen sich auf ihrem Wirt sofort fest und saugen Blut. Sie sitzen bei Hunden und Katzen insbesondere an den Pfoten zwischen den Zehen, am Bauch (an den Zitzen) und am Kopf, hier besonders an den Ohren und der Schnauze. Der Biss der Larve verursacht bei empfindlichen Tieren allergische Reaktionen mit starkem Juckreiz bis hin zu enormen Hautirritationen. Diese Veränderungen können auch noch nach Beseitigen der Larven bestehen bleiben. Haben die Larven genug Blut gesaugt, verlassen sie ihren Wirt und entwickeln sich zu ausgewachsenen Milben. Der Entwicklungszyklus erfolgt vom Ei, die Larve über die Nymphe bis hin zur erwachsenen Milbe. Die ausgewachsene Milbe ernährt sich nur von Pflanzenmaterial, die Larve allerdings benötigt das Blut des Wirtstieres zum Überleben.

Die Diagnose der Herbstgrasmilben erfolgt meist über eine Blickdiagnose. Die Milbenlarve ist durch ihre unverkennbare orange-rote Farbe direkt auf der betroffenen Stelle oder unter dem Mikroskop erkennbar.

Vorbeugend sind die orangen Tierchen nur schwer zu behandeln. Am besten meidet man mit dem Hund die Bereiche, an denen bekanntermaßen viele Herbstgrasmilben auftreten. Katzen, die allergisch auf Herbstgrasmilben reagieren, können vorübergehend im Haus gehalten werden.

Einige Floh- und Zeckenpräparate, die Sie beim Tierarzt bekommen, besonders in Sprayform, wirken auch gegen Herbstgrasmilben. Außerdem eignen sich auch medizinische Shampoos zum Abwaschen der Parasiten. Bei allergischen Reaktionen mit Hautreizungen sollte ein Tierarzt zur weiteren Behandlung aufgesucht werden. Dieser kann entscheiden, ob eine lokale Behandlung der betroffenen Stellen ausreicht oder ob eine systemische Behandlung erforderlich ist.

Übrigens kann sich auch der Mensch mit Herbstgrasmilben infizieren, allerdings nicht durch Übertragung von Hund oder Katze, sondern beim Wiesenspaziergang durch Abstreifen der Larven vom Gras.