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Ein Tier aus dem Tierheim aufnehmen – so geht’s

Nach langer Überlegung ist es endlich so weit: Ein Tier aus einer Auffangstelle vom Tierschutz soll zum neuen Familienmitglied werden. Gratulation! Einer heimatlosen Fellnase ein Zuhause, ein liebevolles Umfeld und beste Versorgung zu bieten, ist eine wunderbare Entscheidung, an der beide Seiten viel Freude haben können. Bis der neue tierische Begleiter zu Hause einziehen darf, fehlen nur ein paar – sehr wichtige – Schritte.

Tierischen Partner finden – beraten lassen

Die Mitarbeiter im Tierheim kennen ihre Schützlinge ganz genau und haben jahrelange Routine mit Vermittlungen. Sie erkennen manchmal schon nach einem Gespräch, welche Kombination aus Vier- und Zweibeiner am besten zusammenpassen würde. Es hilft, von sich und der eigenen Erfahrung mit Haustieren zu erzählen, um zusammen einen passenden pelzigen Freund zu finden. Natürlich zählt vor allem der eigene Eindruck. Das Verhalten in der Gruppe, anderen Personen und einem selbst gegenüber sagt viel darüber aus, ob Tier und Mensch zusammenpassen.

Wissen ist der Schlüssel zum Erfolg

Wie müssen bestimmte Tierarten versorgt werden, welche Bedürfnisse haben sie? Welche Ansprüche hat der gewählte tierische Kumpan im Speziellen? Verträgt sich der bevorzugte neue Mitbewohner mit Artgenossen, anderen Haustieren oder Kindern? Fragen zu allen möglichen Themen zeigen nicht nur den Tierheimmitarbeitern, dass eine Person sich besonders für das Wohl der Spürnasen interessiert, sondern klären auch viele Probleme schon im Vorfeld.

Freunde fürs Leben – die Fellnase kennenlernen

Zwei- und Vierbeiner werden die nächsten Jahre zusammen verbringen, die Chemie sollte also stimmen. Zeit, um sich gegenseitig zu beschnuppern, Besuche oder gemeinsame Spaziergänge helfen, dass sich die neuen Freunde aneinander gewöhnen. So wird für ein Haustier die Eingewöhnungszeit im zukünftigen Heim nicht all zu schwierig und die neue Familie ist bereits auf Bedürfnisse und Charaktereigenschaften eingestellt.

Haustierbesitzer müssen sich für neue Aufgabe eignen

Wenn es ernst wird mit der Tiervermittlung, stellen die Tierschützer viele Fragen. Das soll kein Verhör oder Eingriff in die Privatsphäre sein, sondern sicherstellen, dass die Grundvoraussetzungen für ein Haustier in der künftigen Wohngemeinschaft vorhanden sind. Tierheimtiere haben oft schon einiges hinter sich, verschiedene Besitzer gehabt und sind oft genug umgezogen. Dieses Mal soll es wirklich klappen.

Diese Informationen brauchen die Tierschützer:

  • Wo lebt die Familie? So stellen die Vermittler fest, ob das gewählte Heimtier in der neuen Umgebung genug Platz hat und beispielsweise kein Mietvertrag oder strenge Nachbarn im Wege stehen.
  • Wer lebt im Haushalt? Gibt es Kinder? In welchem Alter sind diese? Durch diese Frage stellen die Heimmitarbeiter fest, ob das zu vermittelnde Tier auch zu den neuen Besitzern passt.
  • Haben die Interessenten genug Zeit für die Versorgung eines Lebewesens, wie sieht die berufliche Situation aus? Welches Budget steht für ein Haustier zur Verfügung?

Neben dem Vermittlungsgespräch ist es, je nach Handhabe des Vereins, manchmal auch üblich, dass jemand die Bedingungen vor Ort, also bei den zukünftigen Besitzern zu Hause, prüft. Keine Sorge, dabei geht es nicht darum, zu sehen, ob der Flur oder die Kinderzimmer aufgeräumt sind. Es geht nur um die Frage, ob Haus oder Wohnung ein geeigneter Platz für die gewählte Tierart ist.

Tierheimtiere sind nicht „zu verkaufen“ – die Schutzgebühr

Viele Tierfreunde sind überrascht, wenn sie einen Schützling vom Tierschutz bei sich aufnehmen wollen und dabei eine Schutzgebühr vereinbart werden soll. Diese hat zwei wichtige Hintergründe. Zum einen finanziert ein Tierschutzverein aus einer solchen Gebühr die Versorgung der dort untergebrachten Tiere. Viel wichtiger ist aber: Eine Gebühr schützt vor spontanen Anschaffungen neuer Haustiere aus einer Laune heraus. Wer 200 Euro für eine Katze zusammenkratzen muss, überlegt sich das zweimal. Das schützt Heimtiere vor unüberlegten Umzügen zu Besitzern, die sich schon ein paar Wochen später daran sattgesehen haben. Eine Schutzgebühr bestreiten zu können, zeigt außerdem, dass sich die neuen Besitzer des Vierbeiners vermutlich auch die Kosten für Futter, Zubehör und den Tierarzt leisten können.

Einem heimatlosen Haustier einen Platz fürs Leben zu bieten ist eine wunderbare Erfahrung für beide Seiten. Wer sich im Vorfeld informiert, für beste Voraussetzungen sorgt und sich Zeit bei der Suche nach dem pelzigen Freund lässt, wird die Vermittlung im Tierheim mit Bravour meistern.

 

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  1. David
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    Viele Dank für die hilfreichen Tipps!

    David